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Mediation & Konfliktlösung

WO KANN MEDIATION HELFEN?

 

Generell kann Mediation bei allen Konflikten zwischen Einzelpersonen oder Personengruppen helfen, eine Lösung zu finden. Mediation gibt es in Deutschland bereits seit über 20 Jahren und in dieser Zeit hat die zunehmende Diversifikation zu einer ordnenden Aufteilung geführt (zuerst eine Übersicht - weiter unten auf der Seite erfahren sie noch mehr über den einen oder anderen Bereich):

 

präventiv-mediation

  • vorbeugend
    zur Abwendung von möglicherweise folgenschweren Zerwürfnissen in Partnerschaft oder Familie (Beziehungs- & Familienberatung)
  • klärend
    bei Unklarheiten und Ambivalenzen als Entscheidungshilfe für einen zukunftsfähigen Alltag.

 

Familienmediation

  • im familiären Umfeld bei Konflikten zwischen Partnern oder Generationen
  • wenn es um das Wohl des Kindes geht


Nachbarschaftsmediation

  • in Fällen von Konflikten unter Nachbarn oder Nachbarschaften
  • Stadtteil- oder Gemeinwesenmediation in Fällen von Konflikten in einem Stadtteil oder einem anderen räumlich begrenzten Gefüge mit einer eigenen Identität


Wirtschaftsmediation

  • bei Unternehmensübergaben und Nachfolgeregelungen
  • innerbetrieblich
  • zwischenbetrieblich


SCHULmediation

  • beispielsweise zwischen Schülern, Schülern und Lehrkräften oder Lehrern und Eltern.

 

Mediation im öffentlichen Bereich

  • bereits im Planungsstadium von Bauvorhaben (etwa bei energie- abfall- oder verkehrspolitischen Projekten)


Täter-Opfer-Ausgleich

  • mit dem Ziel eines Konfliktausgleichs, Vergleichs oder einer Schadenswiedergutmachung - im günstigsten Fall einer dauerhaften Versöhnung.

 

 

 

 

FAMILIENMEDIATION

Die Familienmediation ist in den 70er Jahren in den USA im Zusammenhang mit Sorgerechts- und Besuchsrechtsstreitigkeiten entwickelt worden und wird seitdem erfolgreich in Trennungs- und Scheidungsprozessen eingesetzt. In Deutschland hat sie sich seit Beginn der 80er Jahre zunehmend etabliert.

 

Zu den inhaltlichen Anwendungsfeldern der Trennungs- und Scheidungsmediation gehören beispielsweise:

• Umgangs- und Sorgerechtsregelungen

• Regelung von Unterhaltsfragen

• Aufteilung des gemeinsamen Vermögens und der Alterssicherung

• Regelung der Verhältnisse an der Ehewohnung

• Aufteilung des Hausrats

• Lösung der Trennungskonflikte nicht verheirateter Paare

 

 

ERBMEDIATION

In fast 90% aller Erbfälle hat der Erblasser seine Nachfolge weder durch Testament noch durch Erbvertrag geregelt. Folge ist oft heftiger Streit unter den Erben mit großer emotionaler Betroffenheit, der den Familienfrieden für Jahre zerstören kann. Ein anschließendes Gerichtsverfahren - teuer und langwierig - vertieft den Unfrieden.

Erbmediation zeigt als alternative Form der Streitbeilegung neue kreative und einvernehmliche Wege auf, um zu einer interessengerechten Lösung für alle Beteiligten zu gelangen. Dies kann im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge geschehen, bei der der Erblasser mit Unterstützung eines Mediators und unter Einbeziehung aller Erben und Vermächtnisnehmer ein von allen getragenes Konzept erarbeitet und damit langwierige Erbstreitigkeiten vermeidet.

Aber auch wenn der Erbfall schon eingetreten ist, können Erbengemeinschaften mit den Mitteln der Erbmediation ein individuell auf sie zugeschnittenes Konzept erarbeiten, in dem alle Interessen gleichermaßen Berücksichtigung finden. Zunehmend wird Mediation auch zur Regelung von familiären Konflikten bei Unternehmensnachfolgen eingesetzt.

 

 

WIRTSCHAFTSMEDIATION

Im Wirtschaftsleben gewinnt die Mediation zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen nutzen die Mediation als kostengünstiges und effizientes Instrument zur Konfliktbearbeitung. In den USA werden seit über 20 Jahren - insbesondere auch in der Wirtschaft - gute Erfahrungen mit alternativen Konfliktlösungsmethoden wie der Mediation gemacht. Forschungsergebnissen zufolge haben Mediationen eine Erfolgsquote zwischen 70 - 90%, d.h. sie erbringen einen großen betriebswirtschaftlichen Nutzen. Aus diesem Grunde bauen auch immer mehr Firmen Mediation als festen Bestandteil in ihr Konfliktregelungssystem ein.

Die Anwendungsbereiche der Wirtschaftsmediation sind vielfältig und betreffen sowohl den innerbetrieblichen Bereich als auch Konflikte zwischen Unternehmen und mit Dritten:

• Konflikte am Arbeitsplatz, Teamkonflikte, Mobbing

• Umstrukturierungskonflikte

• Mitbestimmungskonflikte

• Tarifkonflikte

• Konflikte auf Managementebene

• Gesellschafterkonflikte

• Konflikte in Familienunternehmen, Unternehmensnachfolge

• Konflikte zwischen Geschäftspartnern und Konkurrenzfirmen

• Fusionen und Firmenübergänge

• Störungen in Kunden-/Lieferantenbeziehungen

• Wettbewerbsstreitigkeiten

 

 

SCHULMEDIATION

Schulmediation ist eine pädagogische Methode zur Konfliktregelung und zur Gewaltprävention zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern. Ziel der Schulmediation ist es, den Beteiligten die Möglichkeit zu geben, ihre Konflikte eigenverantwortlich zu regeln. Am Ende dieses Prozesses stehen sozialkompetente und verantwortungsbewusste Menschen sowie die Entlastung von Lehrkräften und Eltern. Am verbreitetsten ist das Modell der Peer-Mediation, die Mediation durch Schülerinnen und Schüler, die an einem Training zum "Streitschlichter" oder "Konfliktlotsen" teilgenommen haben und die die Konfliktparteien bei der Regelung und Lösung ihrer Auseinandersetzungen tatkräftig unterstützen.

Ziel der Schulmediation ist es:

• das soziale Klima an der Schule zu verbessern,

• Teil der Gewaltprävention an Schulen zu sein,

• die Lehrkräfte von Alltagskonflikten der Schüler zu entlasten,

• Schülern durch Ausbildung zu Konfliktlotsen soziale Kompetenzen zu vermitteln,

• Toleranz und Konfliktfähigkeit zu fördern.

 

 

MEDIATION IM ÖFFENTLICHEN BEREICH

Das Einsatzgebiet der Mediation im öffentlichen Bereich erfasst Auseinandersetzungen im Planungs-, Umwelt- und Bauwesen, etwa bei energie-, abfall- oder verkehrspolitischen Vorhaben. Die Streitfälle sind gekennzeichnet durch die Beteiligung einer Vielzahl von Parteien mit divergierenden Interessen und die Komplexität der Konfliktthemen und Konfliktgegenstände. Mediationen im öffentlichen Bereich finden häufig im Vorfeld von gesetzlich vorgeschriebenen Planungs- und Genehmigungsverfahren statt. Ziel sind die Beschleunigung oder Vermeidung von Verwaltungsverfahren und die Erreichung von allseits akzeptierten Lösungen.

Anwendungsbereiche können sein:

• Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung

• Umweltverträglichkeitsprüfungen

• Raumordnungsverfahren

• Bauleitplanung

• Industriean- und -umsiedlung

• Rekultivierungsvorhaben

 

 

TÄTER-OPFER-AUSGLEICH

Beim Täter-Opfer-Ausgleich erhalten Opfer und Täter Gelegenheit, ihren Konflikt unter Mitwirkung eines unbeteiligten Dritten - des Mediators - außergerichtlich zu regeln und sich über eine Wiedergutmachung zu verständigen. Er ist seit längerer Zeit schon in Strafprozessordnung und Strafgesetzbuch verankert.

Zu kennzeichnenden Elementen des Täter-Opfer-Ausgleichs gehören

  • Schadenswiedergutmachung
  • Konfliktausgleich
  • im günstigsten Fall auch die dauerhafte Versöhnung zwischen den Beteiligten.

Die unmittelbare Gegenüberstellung im Gespräch hilft den Beteiligten, die Straftat aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu sehen und die emotionale Seite des Konflikts aufzuarbeiten. Der Täter soll darüber hinaus für die beim Opfer hervorgerufenen Folgen seiner Straftat sensibilisiert werden und von der Begehung weiterer Straftaten abgehalten werden.

Der Täter-Opfer-Ausgleich umfasst regelmäßig

• Konfliktberatung

• eine Vereinbarung über die Wiedergutmachung,

• die Berücksichtigung der Bemühungen des Täters im Strafprozess.

 

 

 

(Quelle: Wikipedia & Centrale für Mediation)

 

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Tel.: 07144-8892587, hum@muehleisen-mediation.de

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